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Kaviarpreise im Blick: Faktoren, Sorten und Kosten

 

Kaviar zählt zu den wertvollsten Delikatessen der Welt. Doch nur wenige wissen, wie komplex die Produktion ist und warum echte Störkaviar-Qualität ihren Preis hat. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Faktoren – von der Störart über Qualitätsstufen bis hin zu den biologischen Grundlagen, die Kaviar so selten machen.


1. Die lange Aufzuchtzeit – Geduld von bis zu 12 Jahren

Ein Stör braucht viele Jahre, um hochwertigen Rogen zu entwickeln.
Bei Eichinger Caviar reifen die Tiere 8–12 Jahre, je nach Art.
Während dieser Zeit benötigen sie:

  • glasklares Wasser aus den Alpen

  • konstant stabile Bedingungen

  • hochwertige Nahrung

  • stressfreie Haltung

Diese jahrelangen Kosten vor dem ersten Gramm Kaviar bestimmen maßgeblich den Preis.


2. Reinheit des Wassers – ein entscheidender Qualitätsfaktor

Die Herkunft ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen gewöhnlichem und außergewöhnlichem Kaviar.

Eichinger Caviar wird mit reinem Alpenquellwasser produziert – mineralarm, kalt, kristallklar. Diese Bedingungen sorgen für:

  • feine Kornstruktur

  • reinen Geschmack

  • geringe Oxidation

  • stabile, elegante Textur

Alpenkaviar ist extrem selten – und entsprechend wertvoll.


3. Natürliche Seltenheit – biologische Grenzen der Produktion

Störe wachsen langsam und entwickeln erst spät reproduktionsfähigen Rogen.
Besonders selten sind:

  • Albino-Störe

  • außergewöhnlich große Körner

  • seltene Farbvarianten (Gold, Bernstein, zweifarbig getigert)

Diese natürlichen Zufälle erhöhen den Wert einer Charge erheblich.


4. Störarten & Sorten – wie sie Geschmack und Preis bestimmen

Die Wahl der Störart ist einer der stärksten Preisfaktoren.
Jede Art hat einen eigenen Charakter:


Baerii (Sibirischer Stör) – der moderne Klassiker

  • mittleres Korn

  • cremiger, runder Geschmack

  • elegante, leicht nussige Noten

  • reift bei Eichinger Caviar 8–12 Jahre

  • stabile Qualität, ideal für Premium-Connaisseurs

Eichinger Produktlinie:
Imperial Baerii – klar, fein, ausgewogen, ideal für moderne Genießer.


Oscietra (Russischer Stör)

  • nussiges, warmes Aromaprofil

  • goldene bis bernsteinfarbene Körner

  • größere Kornstruktur

  • Reifezeit: 10–12 Jahre

  • geschätzt in der Haute Cuisine


Sevruga (Sternhausen)

  • kleineres Korn

  • intensiver, leicht salziger Meerescharakter

  • kürzere Reifezeit

  • selten im Premium-E-Commerce

  • Eichinger Caviar verfügt gelegentlich über Kleinstchargen


Beluga (Huso Huso)

  • größtes Korn aller Störarten

  • extrem cremig & weich

  • längste Reifezeit (12–20 Jahre)

  • global streng reglementiert

  • selten und hochpreisig


Albino Stör (leuzistische Mutation)

  • extrem selten (<1 % Vorkommen)

  • elfenbeinfarbenes, fast weißes Korn

  • außergewöhnlich mild und rein

  • weltweit nur in Mikro-Chargen erhältlich

Eichinger Produktlinie:
Albino Caviar – eines der seltensten Lebensmittel der Welt (bis zu €18.000/kg).


5. Qualitätsstufen – warum dieselbe Art unterschiedliche Preise hat

Neben der Art entscheidet die Selektion über den Preis.


1. Korngröße (größter Preisfaktor)

Je größer und gleichmäßiger die Körner:

  • desto seltener die Charge

  • desto älter der Stör

  • desto mehr Reifezyklen hat er bereits durchlaufen

Eichinger Beispiel:
Titan Selection (blaues Band) – größte Körnung, höchste Selektionsstufe.


2. Farbe – von schwarz bis elfenbein

Natürliche Farbvarianten:

  • tiefschwarz

  • grau

  • silbrig

  • getigert (zweifarbiges Korn)

  • gold

  • bernstein

  • elfenbein (Albino)

Seltene Töne erzielen höhere Preise, da sie nur unter bestimmten biologischen Bedingungen entstehen.


3. Textur & Festigkeit

Premiumkaviar hat:

  • festen Biss

  • trockenen Glanz

  • eleganten „Pop“

  • klare Struktur

Minderwertiger Kaviar wirkt weich, wässrig oder unregelmäßig.


4. Aromaprofil

Hochwertiger Kaviar schmeckt:

  • rein

  • leicht nussig

  • ohne Fischigkeit

  • lang anhaltend, aber nicht aufdringlich

Dies hängt direkt von Wasserqualität, Tierwohl und Salzung ab.


5. Mikro-Chargen & Limitierungen

Viele Premium-Chargen existieren nur in:

  • 5–20 kg

  • saisonalen Produktionen

  • limitierten Sondereditionen

Eichinger Beispiele:


6. Preisbereiche – warum die Spanne so groß ist

Typische Marktpreise:

  • Forellen-/Lachsrogen: €20–€50/100 g

  • Baerii Premium: €120–€200/100 g

  • Oscietra: €150–€350/100 g

  • Beluga: €400–€800/100 g

  • Albino: bis €18.000/kg

Eichinger Kaviar liegt im Premiumsegment – mit klaren, nachvollziehbaren Qualitätskriterien.


7. Was den Preis final bestimmt

Der Gesamtpreis ergibt sich aus einer Kombination von:

  • Art

  • Kornqualität

  • Farbe

  • Reifezeit

  • Seltenheit

  • Herkunft

  • Verarbeitung

  • Kühlkette

  • Batch-Größe

Je außergewöhnlicher die Kombination, desto wertvoller die Charge.