Zum Inhalt springen

Land / Region

Sprache

Kaviarbutter – ein Glas, ein Dutzend Verwendungen

Kaviarbutter ist das Rezept, das ich Leuten empfehle, die mir sagen, sie wüssten außer Blinis nichts mit einer Dose anzufangen. Sie dauert fünf Minuten, hält zwei Tage im Kühlschrank und macht aus fast jedem warmen Gericht etwas, das man im Restaurant bestellen würde. Der Trick ist die Temperatur: Die Butter muss weich genug zum Unterheben sein, der Kaviar kommt kalt und zuletzt dazu.

Zutaten für eine Rolle (ca. 150 g)

  • 125 g ungesalzene Butter, zimmerwarm
  • Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone
  • 1 TL fein geschnittener Schnittlauch
  • ein paar Tropfen Zitronensaft
  • 30 g Kaviar – Imperial Baerii behält seine Form am besten

So geht's

Die Butter mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen hell und cremig schlagen. Zitronenschale, Schnittlauch und Zitronensaft dazugeben und verrühren. Kein Salz an dieser Stelle – der Kaviar bringt genug mit.

Jetzt den Kaviar mit einem Teigschaber unterheben, sanft, in drei oder vier Zügen. Ganze Perlen sollen in der Butter schweben, keine graue Paste entstehen. Aufhören, sobald alles gleichmäßig verteilt ist.

Die Butter auf ein Stück Backpapier geben, zu einer etwa drei Zentimeter dicken Rolle formen, die Enden zudrehen und mindestens eine Stunde kühlen. Mit einem warmen Messer in Scheiben schneiden.

Wo sie funktioniert

Auf warmem Sauerteigbrot oder einer Ofenkartoffel braucht sie nichts weiter. Eine Scheibe auf einem ruhenden Steak oder einem Stück gegrilltem Stör wird von selbst zur Sauce. Vor dem Braten unter die Haut eines Huhns geschoben, würzt sie das Fleisch von innen – und ja, sie übersteht den Ofen besser, als man denkt.

Unser Tipp

Die Butter am Vortag zubereiten, aber nicht früher. Kaviar in Butter ist innerhalb von 48 Stunden am besten; danach verlieren die Perlen ihren Biss. In Scheiben geschnitten lässt sich die Rolle gut einfrieren, die Textur des Kaviars wird dabei allerdings etwas weicher.